Der "Wagon Box Fight" (Wagen-Kampf) sollte für die Indianer noch schlimmer ausgehen: Powell gabe jedem seiner besten Scharfschützen drei Mehrladegewehre, an ihre Seite stellte er weitere soldaten, deren Aufgabe allein darin bestand, diese modernen Gewehre nachzuladen. Die übrigen Männer waren mit Hinterladern bewaffnet. Unter ohrenbetäubendem Kriegsgeheul griffen 500 Indianer an. Bis auf weniger als 50 Meter ließ Powell sie herankommen, dann erst gab er den Befehl zum schießen. Dem plötzlichen, unerbittlichen Kugelhagel hatten die Indianer nichts entgegenzusetzen. Nie zuvor hatten die sioux derartige Verluste hinnehmen müssen, und nie ging alles so schnell. Einige der Kugeln, aus nächster Distanz abgefeuert, hatten eine solche Wucht, daß sie zwei Indianer hintereinander durchbohrten. Ununterbrochen schossen die Soldaten. Vergeblich hofften die Indianer auf eine Feuerpause, um den entscheidenden Schlag gegen die Weißen führen zu können. Schließlich mußten die sioux und ihre Verbündeten überstürzt fliehen. Das Gelände rund um die improvisierte Verteidigungsanlage war übersät mit den Leichen ihrer Krieger und Pferde. Powell hatte lediglich sechs seiner 32 Männer verloren, während die Indianer 60 Tote und 120 Verwundete zu beklagen hatten.
Beide, der "Hayfield" und der "Wagon Box Fight" sind in die Analen der amerikanischen Militärgeschichte eingegangen.
Nie zuvor ist eine Streitmacht trotz einer vielfachen zahlenmäßigen Überlegenheit so vernichtend geschlagen worden. (9)


"Wagon Box Fight" Battlefield

In einem Quadrat aus derartigen Wagenoberteilen konnten sich die Soldaten verschanzen.

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